Kinder mit dem Rücken zum Betrachter stehend vor den Eingangstüren des Marie-Juchacz-Zentrum

Seit Anfang April besuchen zehn Kinder der Kita Ludwig-Gies-Straße das Seniorenheim des „Maria Juchazc-Zentrum“ der AWO in Chorweiler.

Wir haben gemeinsam im März eine Kooperation geschlossen.

Jede Woche Freitag Morgen kommt schon die Frage: „Besuchen wir heute den Heinz?“ oder aber „Gehen wir heute wieder mit den ‚Alten‘ spielen?“

Kinder sind diesbezüglich sehr unvoreingenommen und besetzen das Wort „alt“ nicht negativ.

Kinder und Senioren zusammenzubringen ist  allerdings kein Selbstläufer. Ohne gute Planung funktioniert das nicht. Dies fängt schon mit der Sitzordnung an. Wenn es diese nicht gäbe, säßen die Senioren in der einen und die Kinder in der anderen Ecke.

Nicht alle Senioren, aber auch nicht alle Kinder sind für gemeinsame Unternehmungen zu begeistern.

Von diesem generationenübergreifenden Miteinander profitieren eigentlich alle. Die Senioren erinnern sich an ihre Kinder und gemeinsames Singen, Geschichten und kleine Bastelarbeiten sorgen für viel Freude, trainieren das Gehirn und wecken die Heimbewohner regelrecht auf. Sie werden wacher und aktiver.

Aber auch für die Kinder sind die regelmäßigen Besuche interessant und machen ihnen Spaß. Auch wenn manche Kinder am Anfang noch recht zurückhaltend sind, so gewinnt schnell die Neugier überhand. Durch ihre unbekümmerte und aufgeweckte Art entwickeln die Kinder in der Regel recht schnell ein Zutrauen, sehen und lernen, dass ein älterer Mensch krank werden kann, nicht mehr so beweglich ist, manchmal Dinge vergisst und, was ganz wichtig ist, dass man alten Menschen mit Achtung und Respekt begegnet. Vor allem die Kinder, die selber keine Großeltern haben, lernen Rücksicht zu nehmen und zu helfen.

Insgesamt wird viel gelacht und der Lärmpegel geht deutlich nach oben. Genau wie die Laune. Denn Spaß und Unterhaltung stehen dann voll und ganz im Vordergrund. Ganz gleich, ob Plätzchen gebacken werden, musiziert, getanzt, gespielt oder gebastelt wird.