Ein Massagegerät nimmt vielen Kindern die Berührungsangst. Mit dem Ball massieren Kinder sich gegenseitig und lernen so sich zu entspannen.

Material: viele verschiedene Bälle, Decken
Alter: ab 3 Jahre
Vorbereitung: Die Kinder bilden Paare und suchen sich gemeinsam verschiedene Bälle aus.
Spielidee:
Ein Kind liegt auf dem Bauch. Der Partner nimmt einen Ball und rollt ihn vorsichtig über den Rücken. Nach einer Weile tauscht er den Ball gegen einen anderen aus. Die Rollen werden gewechselt.

Der Ausflug des Igels

Es handelt sich hier um eine Igelball-Massage. Der Ball verkörpert einen Igel, der an einem schönen Tag einen Ausflug machen will. Zu Beginn liegt der Igelball ruhig auf der Fußsohle des auf dem Bauch liegenden Kindes. Dies ist das Zuhause des Igels. Der Igel schläft noch tief und fest in seiner Behausung. Ganz wohlig warm ist es in seinem kuscheligen Bett. Plötzlich kitzelt es in seiner Nase und es wird hell und warm in seinem Gesicht. Ein morgendlicher Sonnenstrahl ist durchs Fenster hereingekommen und hat ihn sanft aus seinen Träumen geweckt. Der Igel reibt sich die Augen und räkelt und streckt sich bis er richtig wach ist (den Ball auf der mittleren Fußsohle mit etwas Druck hin und her bewegen). Er steht auf und schaut aus dem Fenster (den Ball bis auf die Ferse hoch rollen). Heute ist wirklich ein wunderschöner Tag. So beschließt der Igel, einen Ausflug auf den Hügel zu machen. Vor freudiger Aufregung vergisst er sogar zu frühstücken. Aber vielleicht gibt es ja unterwegs etwas. Er läuft langsam los, erst einen kleinen Hügel hinauf (die Wade), dann über den Bach (Kniekehle). Er überlegt, ob er heute hinüberspringen oder hindurchwaten möchte. (Je nach Empfindlichkeit kann der Igel den Bach überspringen oder mit den Pfoten hindurchwaten: vorher ausprobieren).
Jetzt geht es langsam bergauf (den Oberschenkel hoch bis zum Gesäß) bis zur ersten Bergkuppe. Von hier oben hat man wirklich einen herrlichen Ausblick. Und so schaut der Igel einmal rechts vom Hügel hinunter – und einmal links hinunter (Ball auf dem Gesäß hin und her rollen). Noch ist der Igel nicht am Ziel angekommen. Er muss noch diesen steilen Berg hinauf, den er am besten in Zick-Zack- Kurven bewältigt (in engen Zick-Zack-Linien den Rücken hinauf rollen). Der Igel genießt die zauberhafte Stimmung auf diesem grünen Wiesenhang. Vögel zwitschern und bunte Schmetterlinge begleiten seinen Weg. Der Igel kommt ganz fröhlich und vergnügt oben auf dem Hügel an (zwischen den Schulterblättern). Er freut sich so sehr über diesen herrlichen Tag, dass er erst einmal ein kleines Tänzchen mit den Schmetterlingen macht, rechts herum und links herum, und noch mal rechts und noch mal links (den Igelball zwischen den Schulterblättern kreisen lassen). Vom vielen Wandern und Tanzen ist der Igel ganz hungrig geworden. So macht er sich auf die Suche nach etwas zu Fressen. Er wandert den schmalen Pfad hinunter (an einem Arm entlang bis zur Hand) und tatsächlich findet er am Ende etwas ganz Schmackhaftes zu essen. Er frisst, bis er sich satt und wohl fühlt (auf dem Handrücken oder in der Handfläche den Ball in kleinen Bewegungen hin und
Her rollen). Dann macht er sich auf den Weg zurück auf den Hügel. Durstig ist der Igel geworden. Kaltes Wasser wäre jetzt genau das Richtige. Der Igel erinnert sich an eine Quelle und einen Bach am Ende des anderen schmalen Pfades. Dort läuft er hinunter (den anderen Arm entlang rollen) und erreicht tatsächlich eine klare frische Wasserquelle. Der Igel trinkt und trinkt, bis er genug hat. Zurück auf dem Hügel macht er noch ein Tänzchen – rechts herum und links herum – bis er ganz erschöpft ist. Er hat gar nicht gemerkt, dass es schon langsam dämmrig wird und die Sonne tiefer sinkt. So macht sich der Igel auf den Heimweg – den Zick-Zack-Weg hinunter – bis auf den kleinen Hügel (Gesäß). Hier bleibt er noch einmal stehen und schaut rechts und links den Berg hinunter. Die Landschaft erscheint nun in einem rötlich goldenen Abendlicht. Die Sonne steht wie ein roter Feuerball am Himmel und versinkt langsam am Horizont. Wie schön ist es hier, denkt der Igel. Zwei Wege liegen nun vor ihm und er überlegt, welchen er nehmen soll. Er entscheidet sich für den, den er heute Morgen nicht gegangen ist (das andere Bein hinunterrollen). Denn Abwechslung tut auch Igeln gut. Am Ende angekommen, schlüpft er in seine
Höhle (Fußsohle), legt sich ins Bett, räkelt und streckt sich und will gerade einschlafen, als er merkt, dass dies das Zuhause seines Freundes ist und nicht sein eigenes. Aber zu seiner Höhle ist es glücklicherweise nur ein Igelkatzensprung (mit dem Ball zur anderen Fußsohle hüpfen). Der Igel fällt müde und glücklich in sein kuscheliges weiches Bett, räkelt sich noch einmal und träumt noch ein wenig von diesem wunderschönen Tag. Dann gleitet er unmerklich in einen tiefen zufriedenen Schlaf hinüber (Ball noch einmal leicht bewegen und dann noch einen Moment auf der Fußsohle ruhen lassen).

Viel Spaß

Foto: Von marekuliasz, Shutterstock