Selbstgebaute Außenküche der Kita Flittarder Straße

Da wir aufgrund des Coronavirus unsere Betreuung zum größten Teil nach draußen gelegt hatten, kamen die Kinder mit dem Wunsch auf uns zu, eine Außenküche zu bauen.

Selbstgebaute Außenküche der Kita Flittarder Straße

Die Kolleginnen befragten die Kinder zu ihren Ideen und Wünschen und schnell wurde klar, welche Funktionen die Küche haben sollte. Die Vorstellungen der Kinder gingen bis ins kleinste Detail.
Wir fertigten gemeinsam mit ihnen einen Bauplan an und überlegten, welches Material und Werkzeug gebraucht würde.

Da wir so wenig wie nötig Material kaufen wollten, gingen wir in unserem Schuppen und in den Gruppen auf die Suche nach verwertbarem Material. Alles was wir fanden, sammelten wir in der Bauwerkstatt draußen vor der gelben Gruppe.

Somit konnten wir am nächsten Tag mit dem Bau beginnen.

Alle Kinder waren eifrig und sehr ausdauernd bei der Sache. Somit wurden die Palette und die großen Holzplatten zusammengeschraubt, die Aussparungen für Spüle und Backofen ausgesägt, die Herdplatten ausgesägt, auf das Kochfeld geklebt und bemalt, der Wasserhahn montiert und die Seitenregale angebracht. Zum Schluss wurde die gesamte Küche mit Biolasur bepinselt und in die alten Konservendosen Küchenkräutersamen gesät.

Wir brauchten zwei ganze Tage, bis die Küche fertig neben unserem Sandkasten stand.

Bei dem so schönen und warmen Wetter konnten die Kinder in den letzten Wochen ausgiebig damit spielen.

Es ist lauter geworden in unserer Kita, und das ist gut so. Inzwischen dürfen einige Kinder wieder unsere Kindertagesstätte besuchen.
Trotzdem hat sich für diese Kinder und auch uns einiges verändert. Die Verabschiedung von den Eltern findet draußen vor der Eingangstüre statt. Dort werden die Kinder in Empfang genommen und zu ihren Gruppen begleitet. Aber auch dort gibt es zur Zeit einige Änderungen.

Eine neue Regel ist, dass die Kinder sich vorübergehend nicht in den Gruppen besuchen dürfen. Auch unser Außengelände haben wir zurzeit in zwei Bereiche geteilt. Ein Absperrband markiert die Grenze.

Zuerst hat sich das komisch angefühlt, doch es soll ja nicht für immer so bleiben. Die Kinder haben verstanden, dass diese Regeln wichtig sind, da man ja zur Zeit nicht zu vielen verschiedenen Personen Kontakt haben soll und darf. Das gilt auch für den Kindergarten.

Außerdem sprechen wir natürlich mit den Kindern darüber wie und wie oft die Reinigung der Hände nötig ist, und was man macht, wenn man einmal husten oder niesen muss.

Auch sonst ist wieder einiges in unserem Haus geschehen. So wurden von einem Schreiner alle Treppen und Stufen im Haus bearbeitet und schön gemacht.

Auch die kaputten Stellen an unserem Fußboden wurden repariert. Für die Handwerker war es natürlich praktisch, dass keine oder nicht so viele Kinder anwesend waren. So musste zum Beispiel die Rampe an der Cafeteria für die Reparaturarbeiten nicht extra gesperrt werden.

Die Kinder der Strolche und der Rappelkiste haben neue Betten, Matratzen und Schränke für den Schlafraum bekommen. Ihr werdet bestimmt staunen, wie gemütlich es dort jetzt ist.

Am Mittwoch, den 29.04.2020 kamen Bauarbeiter mit einem Schaufelbagger auf unser Außengelände gefahren. Vor der Rappelkiste hat er ein tiefes Loch gegraben. Dort wurde ein großer Sickerbereich für das viele Regenwasser angelegt.

Um unser Außengelände aufzuwerten und den Kindern ein zusätzliches Spielangebot zu bieten, reifte bei uns der Plan, zwei Weidentipis zu errichten. Dazu werden Weidenstangen kreisförmig in den Boden gesteckt und oben so zusammen gebunden, dass eine Art Zelt entsteht, welches nach und nach (zu-)wächst, da die Stangen Wurzeln bilden und austreiben. Den Kindern steht damit ein  Element im Außengelände zur Verfügung, das ihnen eine zusätzliche Rückzugsmöglichkeit bietet. Außerdem spendet es Schatten und lädt zu vielfältigen Rollenspielen ein.

Ursprünglich war geplant, das Projekt zusammen mit einigen Eltern und Kindern umzusetzen. Aufgrund der aktuellen Krisenlage mussten wir davon  leider Abstand nehmen. Da das Frühjahr aber der optimale Zeitpunkt für ein solches Vorhaben ist, beschlossen wir, die corona-bedingte Schließung der Kita für die Umsetzung zu nutzen.

Zunächst galt es, einen geeigneten Standpunkt für die Tipis zu finden: Weiden benötigen viel Sonnenlicht. Wir entschieden uns für einen Platz zwischen Sandspielfläche und Hochbeet, der etwas am Rande unseres Außengeländes liegt und somit den Rückzugs-Charakter der Tipis betont.

Mit Unterstützung der beiden betreuten Kinder begannen wir, 2 kreisförmige Gräben auszuheben (ca. 20 cm bis 30 cm tief, 2 Meter im Durchmesser), wobei jeweils der spätere Eingang des Tipis ausgespart wird. Das war bei dem steinigen Boden, den wir hier haben, gar nicht so einfach. Aber mit vereinten Kräften kamen wir ans Ziel, so dass wir mit dem Stecken der Weidenstangen beginnen konnten. Diese haben wir  im Abstand von ca. 20 cm bis 30 cm in den Graben gesteckt und oben zusammen gebunden. Anschließend wurden dünnere Weidenruten ebenfalls in den Graben gesteckt und dann diagonal zwischen den Weidenstangen eingeflochten. Als dies mehr oder weniger kunstvoll geschehen war, wurde der Graben mit Erde wieder zugeschüttet. Dann haben wir die Tipis ausgiebig gewässert, ein Zuviel gibt es hier nicht! Besonders für die involvierten Kinder war dies der schönste Teil der Arbeit! Auch in den folgenden Tagen und Wochen wurde gut gegossen und muss auch weiterhin gut gegossen werden, wobei die beteiligten Kinder nach wie vor mit großem Engagement dabei sind.

Wer jetzt Lust bekommen hat, das Ganze im heimischen Garten oder im Kita-Außengelände umzusetzen, sollte nicht einfach losziehen und in der Natur Weiden zum „Abernten“ suchen. Es gibt mehrere Online-Shops, die die Weidenstangen in passender Länge als Bausatz mit benötigtem Zubehör  (Bindedraht, Seil) verkaufen. Dabei kann zwischen verschiedenen Größen, aber auch zwischen verschiedenen Bauformen (Tipi, Iglu, Tunnel) gewählt werden. Von den Anbietern erhält man auch die jeweiligen Aufbauanleitungen sowie Hinweise zur Pflege.

Heute, knapp 2 Wochen nach Aufstellung der Tipis sind schon deutlich erste Triebe zu sehen. Bleibt zu hoffen, dass unsere Tipis weiter gut anwachsen und den Kindern in Zukunft als ein lebendiger, naturnaher Raum zum Rückzug und für Rollenspiele zur Verfügung stehen.

Gepackte Ostertüte

Seit nun mehr als vier Wochen ist die Kita für unsere Kinder geschlossen. Aber der Osterhase hat uns nicht vergessen!

Gepackte Ostertüte

Er hat für jedes Kind eine kleine Osterüberraschung da gelassen. Heute dürfen alle Kinder zur Kita kommen und sich ihre Osterhasentüte abholen.

Kinder haben die Ostertüten gefunden

Die Eltern und Kinder warten mit dem notwendigen Abstand am Gartenzaun. Es ist schön, alle wiederzusehen und sich zuwinken zu können.

Mutter mit Kind am Zaun

In der Hohenfriedbergstraße kann man heute wieder lautes Kinderlachen hören und die Straße ist schön belebt.

Mädchen freut sich über die Ostertüte

Mit glänzenden Augen gehen die Kinder mit ihrer Ostertüte in der Hand nach Hause.

………alle meine Entchen schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See…….. erklingt es aus dem Waschraum. So startet L. morgens im Kindergarten beim Händewaschen seinen Tag.

Das Lied zeigt L. wie lange er sich die Hände waschen muss, bis sie sauber sind. Danach wird sich gestärkt. Klasse, wenn man sich sein eigenes Frühstück mitbringen darf und sich das eine oder andere Mal ein Fruchtzwerg oder eine Milchschnitte in der Brotdose befinden. Manchmal muss man sich diese Zeit ein wenig versüßen.

Doch was nun? Bauecke, Atelier, Außengelände oder Rollenspielbereich???? So viele Möglichkeiten und das Beste: er muss nichts teilen, sich nicht absprechen und die Erzieher sind auch tolle Spielpartner.

Dominosteine durch die ganze Gruppe bauen, was ja im normalen Alltag fast unmöglich ist; einen Berg Knete zu Waffeln, Toast, Spaghetti und Schnecken verarbeiten; im Außengelände mit dem Laufrad rumflitzen, ohne dass man Rücksicht auf andere nehmen muss.

So ganz alleine in der Kita zu sein, kann auch seine Vorteile haben. Damit es aber beim Hände waschen nicht langweilig wird, singt unser kölsche Jung gerade das Lied: „Denn ich bin nur `ne kölsche Jung.

Das war ein kleiner Einblick in unseren Corona-Alltag in der Kita.

Macht das Beste aus dieser Zeit und bleibt gesund!